Neues von der Kegelsparte

Neues von der Kegelsparte

Seit unserem letzten Bericht ist zwar schon einige Zeit ins Land gegangen, aber gleichwohl waren wir Kegler nicht tatenlos. Vielmehr sind wir mit Herzblut daran beteiligt, unseren Sport zukunftsfähig zu gestalten. Wir laden Sie daher herzlich ein auf eine gemeinsame Zeitreise. Wir möchten Ihnen zeigen, was wir tun, woher unser Sport kommt und wohin wir unseren Weg fortsetzen wollen.

Sportliches..

Starten wollen wir unsere Zeitreise mit unseren sportlichen Erfolgen. Wir freuen uns daher sehr, über die tollen Leistungen unserer Kinder und Jugendlichen der letzten Monate berichten zu können.

Bei den Regionsmeisterschaften starteten wir erstmals als neue Jugendspielgemeinschaft „Nordlichter“. Dies war ein voller Erfolg, denn unsere Jugendlichen durften bei den Mannschaften U14 und U18 auf das Siegertreppchen. In der U14 weiblich gingen gleich alle Plätze an unsere JSG.

Bei den Landesjugendmeisterschaften U14 weiblich belegte Lilli Platz 1 und Greta Platz 3. Mit der Mannschaft konnten unsere Mädels dann ebenfalls in der Altersklasse U14 Landesmeisterinnen werden. Unsere Jungs, Simon, Nils und Tjorge, belegten in der U18 männlich den 2. Platz. Herzlichen Glückwunsch!

Bei den Jugendlandesmeisterschaften Dreibahnen starteten Lilli in der U14 weiblich und Tjorge in der U18 männlich. Lilli errang die Goldmedaille und wurde in dieser Saison damit dreimalige Landesmeisterin. Bei den Deutsche Jugendmeisterschaften Dreibahnen in Wolfsburg hingegen war die Konkurrenz dieses Jahr sehr stark, so dass Medaillenplätze selbst bei einer Holzzahl deutlich über dem geforderten Schnitt in weiter Ferne lagen.

Einlauf bei den Deutschen Jugendmeisterschaften Dreibahnen in Wolfsburg
Einlauf bei den Deutschen Jugendmeisterschaften Dreibahnen in Wolfsburg

Wenn dieser Bericht erscheint, werden die Deutschen Jugendmeisterschaften in Husum ebenfalls schon Geschichte sein. Zur aber trainieren wir alle gemeinsam auf dieses Ziel hin.

Fortsetzen wollen wir unsere Zeitreise mit einem Blick in die Vergangenheit des Kegelsports, getreu dem Motto:

Hätten Sie es gewusst?

Bereits im alten Ägypten wurde gekegelt. Jedenfalls fand man in einem 3500 Jahre alten Grab in Luxor Belege für ein Wurfspiel mit Ball und Kegeln. Auch die alten Griechen und Römer vertrieben sich so die Zeit. Seinen Aufschwung fand das Kegeln im Mittelalter. Dort wurden erstmals Regeln festgelegt und das Kegeln entwickelte sich zum beliebten Zeitvertreib. Ja sogar Wetten wurden abgeschlossen und auch der Alkohol floss vielerorts reichlich. Dies führte dazu, dass Kegeln oftmals sogar verboten wurde.

Gegen Ende des 16. Jahrhunderts hingegen wurden Kegelwettbewerbe fester Bestandteil des gesamten gesellschaftlichen Lebens. Nicht nur auf Volksfesten der einfachen Bevölkerung sondern auch im Adel und in den Kirchen wurde sich sportlich betätigt.

Anfang des 19. Jahrhunderts lassen sich erste registrierte Hobbyklubs nachweisen. Mit der Auswanderungswelle gelangte auch das Kegeln nach Amerika. Als dort das mit Wetten und Trinken verbundene Spiel auf neun Holz erneut verboten wurde, erfand man das Bowling auf zehn Pins.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts kam es dann zunehmend zur Gründung fester Vereine und 1885 in Dresden zur Gründung des Zentralverband Deutscher Kegelklubs. Aus ihm wurde der noch heute existierende deutsche Dachverband des Kegel- und Bowlingsports, der Deutsche Kegler-und Bowlingbund (DKB). 1924 kam es dann zur Einführung des Bundeskegelsportabzeichens (BKSA), welches noch heute von jedem sportlich begeistertem Kegler abgenommen werden kann. Auch wenn lange nicht alle Keglerinnen und Kegler einem offiziellen Verein angehörten, so gab es gleichwohl Zeiten, in denen viele Millionen diesem Sport als regelmäßigem Freizeitvergnügen nachgingen.

Diese jahrhundertealte Tradition der Hobbyklubs war also auf der einen Seite eine optimale Lösung für die Auslastung der begrenzten Spielmöglichkeiten auf den Bahnen. Auf der anderen Seite wurde so der heute zu verzeichnende Mitgliederschwung vielerorts erst spät sichtbar. Die früher fast in jedem Gasthof zu findenden Kegelbahnen wurden und werden nach wie vor geschlossen.

Wir sehen daher unsere herausfordernde Aufgabe als Keglerinnen und Kegler darin, nicht nur uns selbst zu sportlichen Erfolgen zu führen, sondern auch für den Erhalt der Kegelstandorte und des Kegelns als integrativen Freizeitsport einzutreten.

Zukunftspläne…

Durch unsere Vereins- und Öffentlichkeitsarbeit haben wir gemerkt, dass Kegeln zwar ein altehrwürdiger Sport ist, der Spaß daran aber noch lange nicht verloren gegangen ist. Auf unserem alljährlichen Jugendtag haben die Delegierten deshalb gemeinsam beschlossen, einen Strukturausschuss zu bilden. Aufgabe soll es sein, Ideen für die Entwicklung des Kegelsports vor allem im Jugendbereich zu sammeln.

Die ersten der Ideen liegen nun auf dem Tisch. Wir werden verstärkt an öffentlichen Veranstaltungen mit unserer Außenkegelbahn teilnehmen.
Hierzu zählen der Fit & Fun Tag in Kiel, die Sportveranstaltung im Rahmen der Kieler Woche, der Tag des Sports in Kiel und das Fest zur Deutschen Einheit.

Wir werden die Vernetzung und das Zusammenwachsen der Vereine in Schleswig-Holstein unterstützen. Hierzu werden wir auch in diesem Jahr eine Jugendfreizeit durchführen. Durch die Bildung unserer Spielgemeinschaft „Nordlichter“ arbeiten wir an der Vernetzung der Vereine im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Ideen für den Ausbau der Zusammenarbeit in der gesamten Spielregion Nord werden erörtert.

Wir arbeiten an der Erstellung einer internetfähigen Karte über alle Spielorte in Schleswig-Holstein. So wollen wir Kegeln im Touristenstandort Schleswig-Holstein auch als „Schietwettersport“ aufs Tableau heben. Schließlich steht für uns der integrative Gedanke unseres Sports an wichtiger Stelle. Kegeln ist ein Sport für Jung und Alt und selbst mit Handicap kann er Dank Kegelhilfe ausgeübt werden.

Also bleiben Sie schön neugierig und schauen Sie doch einfach mal bei uns vorbei! Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Wir trainieren montags von 17 – 18:30 Uhr und dienstags von 16 – 19 Uhr in der Kegelbahn Bordesholm.